Das Moor
Moor ist nicht gleich Moor
Die Moore des Voralpenlandes haben viele Gesichter. In manchen Senken, die von eiszeitlichen Gletschern ausgeschürft wurden, gingen feuchte oder nasse Wiesen in Erlen- oder Birkenbruchwald über. Andernorts breiteten sich Schilfröhrichte aus. Als diese Pflanzen abstarben, nur teilweise zersetzt wurden und die Senke so allmählich verlandete, entstanden so genannte Flach- oder Niedermoore, die im bayerischen als Moose bezeichnet werden. Deren Pflanzen und Tiere leben vom Grundwasser, das die Versorgung mit Mineralstoffen wie Eisen, Aluminium oder Magnesium sicherstellt und zugleich genügend Nährstoffe wie etwa den Stickstoff transportiert.
Anders dagegen die Hochmoore, die sogenannten Filze, die nur vom Regenwasser leben und deshalb extrem nährstoffarm und arm an Pflanzen sind. Hier dominiert das genügsame Torfmoos Sphagnum. Es kann dreißigmal so viel Wasser speichern wie sein Eigengewicht beträgt und ließ die Moore allmählich so weit über den mineralischen Untergrund aufwachsen, dass der Kontakt zum Grundwasser verlorenging (deshalb die Bezeichnung „Hoch“moor). Bei ihnen handelt es sich also nicht etwa um Moore, die hoch droben im Gebirge liegen. Hochmoore können nur dort entstehen, wo genügend Regen fällt, so dass sich das Moor seinen eigenen Wasserspiegel schafft.
1838 begannen zwei Landärzte und ein Apotheker im damaligen Aibling mit Forschungen, ob man das dort befindliche Torfmoor medizinisch nutzen könnte. Nach sieben Jahren vieler wissenschaftlicher Experimente war der Grundstein für einen Heilbadbetrieb gelegt, Aiblings "Solen- und Schlamm-Bade-Anstalt" war die Urzelle für vielfältige Heilbehandlungen und verhalf Aibling zum staatlich anerkannten "Bad".
Es ist aber nicht nur das Moor allein:
Bad Aibling begreift den Kurgast als eine Einheit von Körper, Geist und Seele. So ergänzen sich bei einer Kur in Bad Aibling weitere medizinische Anwendungen und Therapien mit einem großen kulturellen Angebot und den Einladungen zur aktiven Bewegungstherapie durch Gymnastik, Wandern und Radfahren in einer der schönsten Gegenden Oberbayerns.


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