Donnerstag 4. November, 20:00 Uhr, Kurhaus
Die Gebrüder Poweronoff (D)
Eröffnungskonzert: Ruhig Blut, Amadeus!

Die Gebr. Poweronoff sind das „skandalöse Spaßprojekt der ernsten Musik“, die „Hard Rock Kapelle unter den Kammerorchestern“, sie tragen Schwarz bis es etwas Dunkleres gibt. Mit drei E-Gitarren, einem E-Bass und Percussion interpretieren sie klassische Musik von Mozart, Brahms, Verdi oder Rossini modern, zeitgemäß und natürlich rockig und damit ganz im Sinne ihres Ahnen Watscheslaw Poweronoff. Der Legende nach hat dieser um das Jahr 1718 die Stromgitarre erfunden. Knapp dreihundert Jahre später ist eines sicher: ein elektrisierteres (und elektrisierenderes) Eröffnungskonzert gab es bisher bei den Saitensprüngen nicht!
www.diepoweronoffs.de |
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Sonntag 7.November, 20:00 Uhr, Kurhaus
AL DI MEOLA (USA)
World Sinfonia

Al Di Meola ist ohne Zweifel ein Gitarrist der Superlative. Immer wieder wird der 1954 in New Jersey als Al Laurence Dimeola geborene Musiker als „schnellster Gitarrist der Welt“ bezeichnet. Wie kein anderer vereint er Leidenschaft und brillante Technik in einer Person. Sein unverkennbarer Stil besteht aus einer raffinierten Fusion aus Jazz, Rock, Latin und World Music. Chick Corea holte ihn bereits als 19jährigen in seine Band „Return To Forever“. Auf der Bühne stand und steht er seither mit den unterschiedlichsten Künstlern, mit Stevie Wonder, Herbie Hancock, Les Paul, Jimmy Page, Frank Zappa genauso wie mit Luciano Pavarotti, Phil Collins oder Carlos Santana. 1981 entstand das epochale Live-Album „Friday Night in San Francisco“, zusammen mit Paco de Lucia und John McLaughlin, ein absoluter Meilenstein der Gitarrengeschichte.
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Montag 8.11., 20:00 Uhr, Stellwerk
RICH HOPKINS & LUMINARIOS (USA)
The Godfather of Desert Rock

Das erste Rockkonzert in der mittlerweile eine gute Dekade umfassenden Festivalgeschichte der Saitensprünge: Zusammen mit seiner Band, den Luminarios gastiert der 1958 in Fort Worth, Texas geborene Gitarrist, Sänger und Songwriter Rich Hopkins im Stellwerk Bad Aibling. Immer wieder mit Neil Young verglichen, gilt Hopkins seinen Fans als der wahre „Godfather of Desert Rock“. Auf seinem aktuellen Album „El Otro Lado“ besingt er die Kehrseite des American Dream, das Leben der Menschen aus der Southside von Tucson, Arizona, von illegalen Grenzgängern, entwurzelten Indianern, verschuldeten Ex-Mittelschichtlern. Alles andere als glattgebügelt ist auch Hopkins` wildes, erdiges, kantiges Gitarrenspiel. Bedingungsloser Gitarrenrock, Twang und elektrische Entladungen sind hier angesagt.
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Mittwoch 10.11., 20:00 Uhr, Kurhaus
MARC RIBOT (USA)
Sunship

Marc Ribot (sprich: Ri-bou) ist ein Chamäleon. Das Enfant Terrible der weltweiten Gitarrenszene ist ein begnadeter Kreativer, ein Dekonstrukteur, ein Avantgardist mit lateinamerikanischem Herzschlag, ein Tausendsassa, sein Spiel ist mal Arte Povera in Tönen, mal Rock`n`Soul, mal klassisch schön. Widererkennbar ist sein gleichermaßen beseelter wie kantiger Gitarrenton immer, egal ob an der Seite von Tom Waits, dessen Gitarrenmann er lang war, bei den Lounge Lizards, zusammen mit Robert Plant und Alisson Krauss, Marisa Monte .... Mit seinen „gefälschten Kubanern“ („Los Cubanos Postizos“) schlägt er karibische Saiten an, „Ceramic Dog“ verlieh vor kurzem dem Begriff Jazz-Rock eine neue Dimension. Bei den Saitensprüngen verbeugt er sich mit seinem brandneuen Quartett Sunship vor dem Jazz-Giganten John Coltrane, zusammen mit Mary Halvorson (git), Jason Ajemian (b), Chad Taylor (dr).
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Freitag 12.11., 20:00 Uhr, Kurhaus
BAIRISCHE SAITENBLICKE (DE, AT)
Echte alpenländische Volksmusik

„Wos kümmern mi de Sterndl“ ist eines der echten bairischen Volkslieder, wie sie im Repertoire der Sagschneider Malan, einem Dreigesang aus Leger zu finden sind. Diese drei Schwestern haben es sich zur Aufgabe gemacht, überliefertes Liedgut im Isarwinkler Dialekt zu pflegen. Schneidige und lustige Lieder aus allen Lebensbereichen sind das Markenzeichen der Perler Buam aus dem Rupertiwinkel. Aus dem steierischen Salzkammergut konnte mit der Ausseer Bradlmusi eine der beliebtesten österreichischen Volksmusikgruppen für die diesjährigen Bairischen Saitenblicke gewonnen werden, die Gitarrentrio, Geigenmusi, Gstanzlgruppe in einem ist und sich auch auf das steirische Paschen versteht. Die Mitterhögl-Hausmusi vertritt die Kitzbüheler Gegend. Die Weinberg Zithermusi spielt auf drei Kerschensteiner Zithern und einer Kontragitarre Polkas, Märsche und Landler. Sigi Götze führt durch das Programm. |
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Samstag 13.11., 19:00 Uhr, Kurhaus
GUITARRISSIMO!
Das Festival im Festival (IT, ES, AT,TR)

Sensationelle junge Talente in einer aussergewöhnlichen, frischen Zusammenstellung präsentiert die 2010er Ausgabe des „Festivals im Festival“ der Saitensprünge. Erstmals ist hier die Kombination von Marimba und Konzertgitarre zu erleben, gespielt von dem italienisch-österreichischen Duo Schorn-Mancinelli, das sich insbesondere der Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten wie H.W.Henze widmet. Andrea Vettoretti und Yagmur Sivaslioglu sind Chakra 2, mit 2 Gitarren und einer betörenden Stimme schlagen sie Brücken zwischen Abend- und Morgenland. Aus Spanien kommt der junge Klassikgitarrist Javier Garcia Moreno. „Virtuosität und Grazie pur“,“Musik mit feurigen Genen“ verspricht der Auftritt von Julia Malischnig. Ihr österreichischer Landsmann Peter „BEDA“ Mayer ist ein mit Auszeichnungen überhäufter Komponist und Gitarrist. „Ich hab die Welt erfunden“ lautet der Titel einer seiner Kompositionen.
www.juliamalischnig.com, www.musikrooms.com/chakra, www.ivanmancinelli.com, www.peter-m.net |
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Montag 15.11., 20:30 Uhr, Mamajuana - Rahmenprogramm
CORAZÓN Y FRANGIPANI (DE)
Flamenco y más

Die ortsansässige Flamenco-Truppe Las Corazonadas (Veronika Becker, Rebekka Wrobel, Zlata Pilzl, Rayka Rudholzer) tanzt und singt Sevillanas, Bulerias und Fandangos, voller Leidenschaft und Lebensfreude. Begleitet werden die traditionell andalusisch gekleideten Damen vom Duo Frangipani. Clemens Wagner (Gitarre) und Reinhard Roller (Akkordeon) sind die Instrumentalisten des Abends. Ohnehin scharfen Flamenco würzen sie weiter mit einigen Prisen Bossa und Samba. Ein heisser Abend vertreibt trübe Novemberstimmung! Mamjuana Bodega Colonial, Marienplatz 8, 83043 Bad Aibling, Tel. 08061 937557
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Mittwoch 17.11., 20:00 Uhr, Kurhaus
ELIOT FISK (USA)
Guitar Virtuoso

Eliot Fisk ist der Einstein unter den Konzertgitarristen. Ein Virtuose, der die Möglichkeiten der Gitarre ins Unermessliche steigert. Dem keine spieltechnische und interpretatorische Schwierigkeit groß genug sein kann. Und das basierend auf einem renaissancehaften Selbstverständnis. Ein umfassend gebildeter „Uomo Universale“, und das als absoluter Spezialist der sechs Saiten. Akademiker und Abenteurer zugleich. Seine Transkriptionen von Werken Bachs, Scarlattis, Mozarts gelten als bahnbrechend. Zahllose Werke zeitgenössischer Komponisten sind ihm gewidmet (Berio, Beaser, Rochberg, Schwertsik...). Fisk war Meisterschüler von Andrés Segovia, er spielte vor Präsident Clinton, dem spanischen Königshaus. Etliche seiner Aufnahmen gingen in die amerikanischen Billboard-Charts als Bestseller ein.
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Donnerstag 18.11., 20:00 Uhr, Gelling`s The Bogtrotter - Rahmenprogramm
TREVOR MORRIS & PAUL STOWE (UK/USA)
Matching Ties

"Matching Ties" heisst zu deutsch "zusammenpassende Krawatten", aber auch passende Verbindungen. Erstere werden von Trevor Morris und Paul Stowe auf der Bühne getragen, zweitere auf fulminante Weise hergestellt, und zwar zwischen britischer, irischer und amerikanischer Musik. Die beiden machen handgemachte Musik auf einer Vielzahl von Saiteninstrumenten der Gitarren- und Mandolinenfamilien, sie spielen Folk, Bluegrass, Country, Blues, Rock und Swing und noch viel mehr. Ihr Witz, gewürzt mit einer gehörigen Dosis schwarzen, englischen Humors und amerikanischem Slapstick rundet die ohnehin schon mitreissende Live-Atmosphäre ab. Gelling`s The Bogtrotter, Bahnhofstr. 11, 83043 Bad Aibling, Tel. 08061 3705986
www.matchingties.com |
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Freitag 19.11., 20:00 Uhr, Kurhaus
IAN MELROSE (Schottland)
Around the Corner in 80 Minutes

Endlich kommt einer der besten europäischen Spieler der akustischen Stahlsaitengitarre zurück nach Bad Aibling: Ian Melrose. Sein ausverkauftes Gastspiel bei den Saitensprüngen 2001 war großartig, liegt nun aber schon viel zu lange zurück. Melrose stammt aus Ayre an der Südwestküste Schottlands. Anfangs geprägt von der „britischen Schule“ (Davey Graham, John Renbourn...) entwickelte er bald einen ganz eigenen Stil, basierend auf seinen schottischen Wurzeln. Neben erfolgreicher Tätigkeit als Solokünstler ist er Gründungsmitglied verschiedener Gruppen (Norland Wind, Kelpie, Talking Water, Leuchter/Melrose...), zusammen mit Clannad erhielt er 1999 einen Grammy. Reinhard Mey ist einer der Kollegen, die immer wieder gerne auf seine Fähigkeiten zurückgreifen. Zu den Saitensprüngen kommt Ian Melrose solo. Welcome back, Ian!
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Dienstag 23.11., 20:00 Uhr, Kurhaus
BIRÉLI LAGRÈNE (Frankreich)
Django 100!

2010 ist Django-Jahr. Die Saitensprünge feiern den 100. Geburtstag Django Reinhardts, des größten europäischen Jazzmusikers und Erfinders des Gipsy Swing mit einem Konzert seines genialsten musikalischen Erben: Biréli Lagrène. Den 1966 im Elsass geborenen Supergitarristen auf die Nachfolgerrolle festzulegen, täte ihm allerdings Unrecht. Lagrène bewegt sich in anderen musikalischen Gewässern (Bebop, Fusion, ...) genauso souverän. Django zu Ehren und uns zur Freude reist er jedoch mit seinem Gipsy Trio an die Mangfall, mit dem unerschütterlichen Hono Winterstein an der Rhythmusgitarre und Diego Imbert am Kontrabass. Ein grandioser Abend voller Lebenslust, Genialität und überschäumender Virtuosität ist garantiert. Vive Django! Vive Biréli! |
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Donnerstag 25.11., 20:00 Uhr, Kurhaus
ROBERT WOLFS MUSIK (D)
schweigen unmöglich

Robert Wolf, der bekannte, exzellente Gitarrist von "Quadro Nuevo", der aufgrund eines schweren, unverschuldeten Verkehrsunfalls im November 2008 bislang nicht mehr Gitarre spielen kann, ist durch drei Konzerte (2001, 2003, 2007) einer der prägendsten Musiker der Saitensprünge. So lag es nahe, ihn zu bitten, ein Ensemble zusammenzustellen, das seine Kompositionen zur Aufführung bringt, alte, aber auch noch nie gehörte neue Stücke. Robert Wolfs Musik lässt sich am Treffendsten als Melange aus Jazz, Klassik und lateinamerikanischen Klängen beschreiben. Ein Mischung, die auch in der Besetzung ihren Ausdruck findet. Knud Mensing an der Gitarre repräsentiert die südamerikanischen Einflüsse, Reinhard Greiner bläst seine wunderschöne Jazz-Trompete, während das Streichquartett "Toxic Garden" Sie in klassische Klangwelten entführt. Stefan Gabanyi führt durch das Programm. Basis dieser Zusammenarbeit ist das gemeinsame Erleben musikalisch-menschlicher Verbundenheit und Freundschaft. |
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