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Kultur in Bad Aibling

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Galerie Villa Maria

Interessante Seite mit Informationen rund um die Villa Maria, Kunst und Weine sowie Veranstaltungen.

Galerie Villa Maria
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83043 Bad Aibling
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Wilhelm Leibl

Wilhelm Leibl, am 23. Oktober 1844 als Sohn des Domkapellmeisters Karl Leibl in Köln geboren, einer der größten Maler des Realismus, verbrachte die letzten acht Jahre seines Lebens in unserer Heimat.
Wer von Bad Feilnbach die Wendelsteinstraße aufwärts geht, dann über die neue Brücke nach Osten zum Aumannwirt weiter nach Kutterling wandert, kommt direkt an das Leibl-Haus.
Von Bad Aibling und Berbling aus zog es Leibl schon immer wieder ins Wendelsteingebiet. Er suchte ländliche Ruhe, neue Modelle und dann die Möglichkeit, hin und wieder auf die Jagd zu gehen. Das abgelegene Kutterling gefiel ihm besonders gut. Als der Besitzer eines veralteten Hauses, der Schneider Veichtl, starb und der Nachbar Georg Kolb das Anwesen zum Abbruch kaufte, entschied sich der Maler rasch und mietete das "Oberwalchanwesen" per Handschlag für den jährlichen Mietzins von 200 Mark. Mit ihm zog sein Freund, der Kunstmaler Johann Sperl, in das neue Quartier.
Besonders glücklich war Leibl, dass er nun einen richtigen Haushalt mit guter Küche hatte. Ein einfaches, bildsauberes Bauernmädel, beheimatet im Schusterhäusl zu Kutterling, die Jungfer Therese Haltmeier, im Volksmund "Malresl" genannt, war Köchin, Haushälterin, Stubenmädel und häufig für beide Maler auch Modell. Als sie etwas später  eine achtzehnjährige Mithilfe, die Maria Ebersberger vom Staumann in Kutterling bekam, fand Leibl ein zweites Modell für seine "Kuchlbilder".
Leibl hatte sein unruhiges Künstlerleben abgeschlossen. Er genoß die herrliche Natur, die natürliche Freundschaft der Dorfbewohner, ging auf die Jagd und stieg auf die Berge. Er wurde zum Philosophen und sagte: "Mögen andere malen was sie wollen - Mode sein was will - ich richte mich nur nach der ewig neuen Natur.
Zu Leibls letzten und schönsten Bauernmädchen-Bildern gehören die zwei 1899 gemalten Bildnisse "Mädchen am Fenster" und "Mädchen mit Pelzmütze". Als Modell stand ihm die 17-jährige Babette Jordan aus Litzldorf.
Einige Bilder wurden auch von zwei Malerfreunden gemalt, wobei Sperl die Landschaft und Leibl die Person malte (Der Birkhahnjäger und "Leibl und Sperl auf der Hühnerjagd").
1895 zeigte Leibl auf der internationalen Kunstausstattung in Berlin neunzehn Bilder, wofür er die "Große Goldmedaille" erhielt. Leibl war finanziell gesichert und konnte in völliger Freiheit schaffen. Leider nicht mehr lange. Sein unruhiges Künstlerleben, vor allem seine Lust an körperlichen Kraftübungen, die bis zur Härte gegen sich selbst führten, haben seine Natur untergraben. Die ersten Anzeichen eines Herzleidens nahm er nicht ernst. Eine Kur in Bad Nauheim (1900) brachte keine Besserung. Als Schwerkranker brachte ihn seine Schwester nach Würzburg in die Privatklinik Leube. Mit großer Geduld ertrug Leibl sein schweres Leiden. Am 4. Dezember 1900 um 8.30 Uhr früh sprach er seine letzten Worte: "Zurück, ich muß sterben". Leibl wurde in Würzburg zu Grabe getragen. Sein Freund Sperl wohnte bis 1910 in Kutterling. Er verstarb am 28. Juli 1914 in Bad Aibling und wurde neben Leibl beigesetzt. Es war eine Malerfreundschaft, die auch der Tod nicht beenden konnte.

Im Heimatmuseum in Bad Aibling findet man die Original Kutterlinger Bauernstube in der Wilhelm Leibl einst arbeitete. Sie war zunächst demontiert und in Leibls Vaterstadt Köln verbracht worden, kam dann aber als Geschenk des damaligen Kölner Oberbürgermeisters Konrad Adenauer nach Bad Aibling zurück.

Das Textilhaus am Marienplatz 8 erinnert mit einer Tafel an der westlichen Außenwand an den berühmten Maler, in dem er während seiner Aiblinger Jahre wohnte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leibls wohl berühmtestes Gemälde:
"Drei Frauen in der Kirche" gemalt zwischen 1878 und 1882 in Berbling.
Das Original findet man in der Hamburger Kunsthalle.

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